Auf der Suche nach Frieden: Ethnographie einer Eliteschule in Indien

Ashmeet Kaurs Doktorarbeit mit dem Titel „In search of peace: Ethnography of an elite school in India“ (2021) untersucht die Institutionalisierung der Friedenserziehung in einer formalen Schule.

Zitat: Kaur, A. (2021) Auf der Suche nach Frieden: Ethnographie einer Eliteschule in Indien. [Doktorarbeit, TERI School of Advanced Studies, Neu Delhi, Indien]

Abstrakt

Der Kampf um Humanisierung ist seit langem ein zivilisatorisches Anliegen. Aber heute; sie ist erkenntnistheoretisch anspruchsvoll geworden und gibt dem zeitgenössischen Diskurs über die Umstrukturierung von Bildung für humanes Handeln eine Stimme. Friedenserziehung zielt nicht nur darauf ab, Kompetenzen, Werte, Verhaltensweisen und Fähigkeiten zur Konfrontation mit Gewalt aufzubauen, sondern wird zu einer Praxis, in der der Zweck, dh warum unterrichtet wird, der Inhalt, dh was unterrichtet wird, und die Pädagogik, dh wie unterrichtet wird, förderlich werden Werte des Friedens fördern. (Kester, 2010:59). Sie argumentiert, dass bevor Bildung zum Frieden beitragen kann, ihr eigenes humanistisches Potenzial gerettet werden muss (Kumar, 2018).

Das Ziel von EfP, Frieden durch Bildung zu schaffen, wird jedoch durch seine Unvereinbarkeit mit seiner am stärksten formalisierten Manifestation als traditionelle Schulbildung in Frage gestellt. Daher basiert diese Forschung auf der Frage, ob ein Mainstreaming von EfP innerhalb der Strukturen und Prozesse der formalen Schulbildung, wie sie heute existiert, möglich ist. Zu diesem Zweck untersucht die Forschung die Institutionalisierung von EfP, dh zu verstehen, wie sie in der Praxis in einer formalen Schule umgesetzt wird.

Diese institutionelle Ethnographie entfaltet die diskursive Dynamik der internationalen Elite-Wohnschule in Indien mit dem pseudonymen Namen Rolland School, um die Annahme zu beantworten, dass es möglich ist, für den Frieden oder für die Förderung des Friedens zu erziehen. (Kumar, 2018, Gur-Ze'ev, 2001). Das Hauptziel der Studie war es, das Zusammenspiel zwischen der institutionellen Praxis der Schule und den Idealen von EfP zu analysieren. Es untersucht die vielfältigen Stimmen, die in die Schnittmenge der Friedenstheorien und Rollands Bildungspraktiken eingebettet sind.

Daher war das zentrale Bestreben, die Komplexität institutioneller Praktiken zu untersuchen, indem dekonstruiert wird, wie Modelle von EfP konstruiert, vermittelt und auch in ihrem Alltag untergraben werden. Zu diesem Zweck untersucht diese Forschung 1) Wie konzeptualisiert Rolland EfP 2) Wie ermöglicht/erleichtert es EfP-Praktiken 3) Welche systemischen und strukturellen Einflüsse beschränken EfP-Praktiken in der Schule.

Der Anstoß für diese Forschung wurzelte in den gelebten Erfahrungen und pädagogischen Beobachtungen des Rolland-Alltags. Es stützt sich auf die Beobachtungsforschung, die sich aus den anhaltenden Feldarbeiten entwickelt hat. Dazu gehörten auch Shadowing, Unterrichtsbeobachtungen, strukturierte, halbstrukturierte Interviews, Reflexionsnotizen und kuratierende Aktivitäten, um Daten zu erheben. Es untersuchte die Vielfalt institutioneller Interaktionen und sozialer Prozesse, um systemische Symbole und Bedeutungen zu verstehen. Die dicken Schilderungen, wie Akteure ihre sozialen Realitäten konstruieren, wurden durch die verlängerte Nähe zum Alltag der Beteiligten und durch das Eintauchen in die Realitäten des Schullebens verstanden.

Nach einem ethnografischen Ansatz leiteten prominente Themen aus dem Feld die Analyse. Die Forschung baut auf institutionellen Implikationen der Schulbildung auf, während sie sich in die Friedenstheorie flüchtet. Dominierende Erzählungen im Bildungsdiskurs haben sich mit dem Verständnis der Welt der Ausgegrenzten auf das untere Ende der Hierarchie konzentriert. Die Untersuchung durch das Sampling der Eliten bietet Alternativen zur Mainstream-Rhetorik. Es bietet 1) theoretische Reflexionen, indem es neue konzeptionelle Ansätze für EfP anbietet. Es bringt soziale Perspektiven ein und bietet erkenntnistheoretische Ergänzungen zur EfP-Theorie 2) empirische Beiträge, indem es aufzeigt, wie eine Schule EfP 3) institutionell umsetzt, und eine lokalisierte und situierte Definition von Frieden und Gewalt, die für die Ökologie der Schule relevant ist.

[Schlagwörter: Strukturelle Gewalt, Schulconvivencia, SDG 4.7, Erziehung zum Frieden, Friedenspädagogik, Gandhi, Ganzheitliche Erziehung, Soziale Distanz, Frieden, Gewalt, Kapitalreproduktion, Elitenschule, Beschulung, Gatekeeping, Institutionelle Ethnographie]

Um eine Kopie dieser Studie zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Autor:

 

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